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Stilvolles Rattan: Alles über das robuste Naturmaterial

Möbel aus Rattan sorgen für ein gemütliches Ambiente in den eigenen vier Wänden und erleben aktuell ein Comeback im Interior-Design. Sie stehen für schlichte Natürlichkeit und versprühen entspannte Urlaubsstimmung, die das Fernweh in uns weckt. Aber was ist Rattangeflecht überhaupt? Wie wird es hergestellt und welche Eigenschaften bringt das Material mit sich? Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Sie im folgenden Beitrag.

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Was ist Rattan?

Rattan ist ein Naturprodukt, das aus der sogenannten Rotangpalme gewonnen wird. Dabei handelt es sich um eine Art Kletterpalme, die sich durch ihre langen, oft mit Stacheln besetzten Lianen auszeichnet. Wie eine Schlingpflanze hakt sie sich damit an anderen Bäumen und Gewächsen fest und rankt sich in die Höhe. Ihre lianenartigen Triebe können bis zu 200 m lang und 5 cm dick werden.

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Anzutreffen ist die Rotangpalme vorwiegend in den tropischen Wäldern Südostasiens. Seltener auch in Afrika und Australien. Es gibt bis zu 600 verschiedene Arten der Schlingpflanze. Für die Weiterverarbeitung zu Rattan werden aber nur wenige – vorwiegend Arten der Gattung Calamus – genutzt.

Um Verwirrung bei den unterschiedlichen Begrifflichkeiten für das Flechtwerk gleich vorwegzunehmen: Spricht man von Rattan, ist damit in der Regel der gesamte verholzte Stängel gemeint. Der innere Kern des Stiels nennt sich hingegen Peddigrohr.

Im Gegensatz zu Bambus sind die Triebe der Rotangpalme nämlich innen nicht hohl. Vielmehr bestehen sie aus einer harten Aussenschale und einem weichen, faserigen Kern. Der feste Aussenmantel ist dabei meist etwas dunkler, während der weiche Kern einen helleren Farbton aufweist.

Rattan und Peddigrohr gelten seit jeher als beliebte Rohstoffe für Flechtarbeiten. Besonders in Europa hat die Möbelanfertigung mit diesen Materialien eine jahrelange Tradition. Aber nicht nur Einrichtungsgegenstände werden damit hergestellt, auch Körbe, Taschen, Bettrahmen, Teppichklopfer oder Stöcke für asiatische Kampfsportarten können daraus gefertigt werden.


Wie wird Rattan hergestellt?

Das robuste Material steht für aufwendige Handwerkskunst: Rattan wird nämlich von Hand geerntet und weiterverarbeitet. Gut zu wissen: Da es sich um ein Naturprodukt handelt, weisen Rattanmöbel oft feine Unebenheiten oder unterschiedliche Farbtöne auf. Das macht die Produkte einzigartig und verleiht ihnen einen besonderen Charme.

Bis ein fertiges Möbelstück in Ihr Wohnzimmer einziehen kann, ist es ein langer Weg. Der Herstellungsprozess umfasst langjähriges Wissen und Erfahrung in der Flechtkunst sowie handwerkliches Geschick:

  • Die Lianen der Rotangpalme werden in Handarbeit von den Bäumen geschnitten, von Schmutz befreit und gesäubert.
  • Anschliessend werden die holzigen Triebe nach deren Stärke sortiert. Je nach Bedarf kann das Material nun gespalten, zugeschnitten oder auf ein bestimmtes Mass gekürzt werden. Das Besondere an Rattan-Material: Durch das Einweichen in Wasser oder Erhitzen mit Dampf werden die robusten Triebe weich und biegsam. Sie behalten ihre Form auch nach dem Trocknen bei und können so optimal weiterverarbeitet werden.
  • Getrocknet wird das Material meist unter freiem Himmel, wodurch ein natürlicher Nachdunklungseffekt entsteht. Wird Rattan vorher mit Öl behandelt, kann das Nachdunkeln verhindert werden.
  • Rattan kann auch gefärbt oder lackiert werden. Die Bearbeitung mit Wachs oder einer durchsichtigen Kunststoffschicht trägt dazu bei, die Produkte vor Witterung zu schützen.


Rattan verarbeiten: diese Produktarten gibt es

Die geernteten und gesäuberten Stängel können auf unterschiedliche Art und Weise weiterverarbeitet werden. Je nachdem, welchem Zweck das Rohmaterial später dienen soll, werden aus Aussenschale und Kern unterschiedliche Produktarten gefertigt:

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Stangen

Die stabilen Stängel werden in ganzer, ungespaltener Form für tragende Elemente von Möbelstücken verwendet. Dazu zählen beispielsweise Rückenlehnen oder Stuhlbeine von Rattansesseln.

Durch das robuste Gestell sind die Möbelstücke besonders langlebig und widerstandsfähig. Sie kommen zudem auch als Stöcke für verschiedene asiatische Kampfsportarten oder als Baumaterial zum Einsatz.

Schalenprodukte

Aus der harten Aussenschale der Naturstängel wird das Flechtmaterial für Sitz- und Rückenflächen gewonnen. Auch hier ist ein strapazierfähiges Material gefragt, das den hohen Belastungen standhalten kann. Dazu werden schmale Streifen aus dem festen Aussenmantel geschnitten.

Man spricht in diesem Fall auch von Stuhlflechtrohr. Streifen mit breiterem Durchmesser werden auch Wickelrohr genannt. Die stabilen Streifen der Aussenschale werden zudem auch als Verstärkung für Verbindungsteile genutzt.

Kernprodukte

Der weiche, innere Kern der Stängel wird nach der Ernte ebenfalls weiterverarbeitet: Daraus lassen sich Rundstäbe mit einem geringen Durchmesser von wenigen Millimetern gewinnen. Hier handelt es sich um das sogenannte Peddigrohr. Dieses wird vorwiegend für das Ausflechten von Möbeln sowie Flechtarbeiten für Körbe verwendet.


Rattan und seine Eigenschaften

Möbel aus Rattan erfreuen sich seit einigen Jahren wieder zunehmender Beliebtheit – und das nicht ohne Grund: Das dezente Naturmaterial bringt Gemütlichkeit in Ihr Zuhause und verleiht den eigenen vier Wänden eine ursprüngliche, erdverbundene Note. Durch seinen unaufdringlichen Charakter lassen sich damit auch kleine Terrassen stilvoll gestalten. Sie denken über den Kauf eines Möbelstücks aus natürlichem Rattan nach? Wir haben die wichtigsten Vor- und Nachteile des Materials hier zusammengefasst.

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Vorteile:

  • Rattan ist ein hochwertiges Material, das äusserst langlebig und stabil ist.
  • Möbel aus Rattan wirken stilvoll und sind dennoch gemütlich.
  • Das Material punktet – im Gegensatz zu Holz oder Metall – durch sein geringes Gewicht. Möbelstücke aus Rattan lassen sich bequem und ohne viel Kraftaufwand verschieben und an dem jeweils gewünschten Standort positionieren.
  • Auch in puncto Nachhaltigkeit schneidet das Naturmaterial gut ab: Die Stängel der Rotangpflanze sind ein besonders schnell wachsender Rohstoff. Bereits fünf bis sieben Jahre nach der Ernte ist eine Pflanze vollständig nachgewachsen.


Nachteile:

  • Natürliches Rattan ist nicht wetterfest. Die wachshaltige Aussenschicht von naturbelassenen Stängeln bietet zwar einen gewissen Witterungsschutz, trotzdem ist das Material aber sehr anfällig. Gut zu wissen: Auch vorbehandeltes Rattan wird bei zu viel Feuchtigkeit grau und spröde.
  • Möbelstücke aus natürlichem Rattan sind deshalb nur bedingt für den Garten oder die Terrassengestaltung Werden sie als Outdoor-Möbel genutzt, sollten sie am besten unter einem Dach stehen oder mit Schutzhüllen abgedeckt werden.
  • Das Material enthält natürliche Gerbstoffe: Kommt feuchtes Rattan in Berührung mit Metall, verfärbt es sich dunkel. 


Gute Qualität von Rattanmöbeln erkennen: so geht’s

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Rattan ist nicht gleich Rattan. Ob ein Möbelstück hochwertig verarbeitet ist, hängt vor allem vom verwendeten Rohmaterial ab. Beim Kauf eines neuen Einrichtungsstücks sollten Sie deshalb auf einige Qualitätshinweise achten, um Fehlkäufe zu vermeiden:

  • Das Flechtwerk sollte möglichst engmaschig sein. Je dichter die Fasern verarbeitet wurden, desto höher ist die Qualität des Möbelstücks und zugleich auch seine Lebensdauer.
  • Hochwertige Flechtfasern sind glatt, rund und anschmiegsam. Nehmen Sie Abstand von Produkten, deren Material sich rau und kantig anfühlt. Den Unterschied können Sie ganz einfach überprüfen, indem Sie mit der Handfläche über das Flechtwerk fahren.
  • Aufgrund der bereits erwähnten Gerbstoffe, welche in natürlichem Rattan enthalten sind, sollten die einzelnen Elemente des Möbelstücks nicht mit Metall verbunden sein. Hersteller, die auf hohe Qualität achten, nutzen stattdessen Wicklungen, Holzdübel oder Leim.


Polyrattan: die wetterfeste Alternative

Sie möchten Ihren Garten mit Rattanmöbeln verschönern oder damit Ihren Balkon gestalten? Dann empfehlen sich Outdoor-Möbel aus Polyrattan. Diese stellen eine stilvolle und vor allem wetterfeste Alternative zu natürlichem Rattan dar.

Gartenmöbel aus Polyrattan werden künstlich hergestellt. Dadurch sind sie um einiges widerstandsfähiger und können es mit jeder Witterung aufnehmen: Polyrattan ist wasserabweisend und UV-beständig. Hohe Sonneneinstrahlung, Regen oder Schnee können dem Material somit nur wenig anhaben. Auch nach längerer Zeit im Freien behalten Möbel aus Polyrattan ihre Farbe und Form bei. Sie möchten entspannte Stunden im Freien geniessen – am besten zu jeder Jahreszeit? Dann ist eine wetterfeste Rattan Lounge genau die richtige Wahl!

Ein weiterer Pluspunkt ist die elegante Optik von Polyrattan, welche dem Naturmaterial in nichts nachsteht. Rattan Gartenmöbel aus dem künstlichen Imitat werden ebenfalls von Hand gefertigt und weisen somit das typische Flechtmuster auf. Die einzelnen Stränge werden dabei um ein leichtes Gestell aus Aluminium gewickelt. Durch ihr geringes Gewicht können die Outdoor-Möbel somit bequem verrückt und an den schönsten Sonnenplätzen im Garten positioniert werden.


Was ist besser: Rattan oder Polyrattan?

Nun stellt sich die Frage: Welche Gartenmöbel kaufen? Natürliches Rattan oder doch lieber das Imitat aus Kunststoff? Die Antwort darauf lautet: Es gibt keine falsche Entscheidung. Welches Material besser zu Ihnen passt, hängt ganz von Ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen ab. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir die verschiedenen Eigenschaften von Rattan und Polyrattan hier nochmal zusammengefasst.

Rattan

Polyrattan

Naturprodukt

Kunststoff

von Hand geflochten

ebenfalls traditionelle Herstellung

nicht wetterfest und muss vor Feuchtigkeit geschützt werden

wetterfest und UV-beständig

geringes Gewicht

geringes Gewicht durch Aluminiumrahmen

nicht für den Aussenbereich geeignet

für den Outdoor-Bereich konzipiert und gut geeignet für Garten, Terrasse und Balkon

pflegeleicht

kein grosser Pflegeaufwand


Richtige Pflege von Möbeln aus Rattan

Gut gepflegt ist halb gewonnen! Aber keine Sorge: Möbelstücke aus natürlichem Rattan benötigen keinen grossen Pflegeaufwand. Am besten reinigen Sie die Einrichtungsgegenstände in regelmässigen Abständen mit einem trockenen Staubtuch.

Ab und zu kann Rattan auch mittels eines Wasserzerstäubers etwas angefeuchtet werden, damit seine Elastizität erhalten bleibt. Aber Vorsicht: Zu viel Feuchtigkeit schadet dem Material. Damit Ihr Rattanprodukt möglichst lange schön bleibt, sollten Sie es zudem nicht in die Nähe von Heizkörpern stellen.

Weitere Tipps zum Reinigen von Möbeln aus Polyrattan finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Gartenmöbel reinigen und pflegen.


FAQ


Was ist Rattan für ein Material?

Rattan ist ein Naturprodukt und wird aus den Lianen der Rotangpalme gewonnen. Dabei handelt es sich um eine Kletterpflanze, die vor allem in Südostasien verbreitet ist. Ihre mit Stacheln besetzen Lianen können bis zu 200 m lang und 5 cm dick werden. Rattan wird vor allem in der Möbelproduktion verwendet.

Ist Rattan ein Holz?

Rattan wird aus den holzigen Trieben der Rotangpalme gewonnen. Es handelt sich dabei um ein Naturprodukt, das vor allem für die Herstellung von geflochtenen Möbeln verwendet wird.

Ist Rattan für draussen geeignet?

Möbel aus natürlichem Rattan sind nicht wetterfest und daher nicht für den Aussenbereich geeignet. Regen und Feuchtigkeit lassen das Material ergrauen und machen es spröde. Eine wetterfeste Alternative sind Gartenmöbel aus Polyrattan.

Wie haltbar ist Rattan?

Rattan ist ein robustes und langlebiges Material. Mit der richtigen Pflege sind Rattanprodukte äusserst lange haltbar. Besonders wichtig ist dabei ausreichender Schutz vor Regen und Feuchtigkeit.

Ist Rattan und Peddigrohr das Gleiche?

Mit der Bezeichnung Rattan ist in der Regel der gesamte verholzte Stängel gemeint, während es sich bei Peddigrohr um den weichen, faserigen Kern handelt.


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