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Steingarten anlegen und bepflanzen: inkl. Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ein Steingarten kann in allen Gärten umgesetzt werden, egal ob groß oder klein. Mit der Kombination von unterschiedlichen Steinen und verschiedenen Pflanzenarten lassen sich wahre Kunstwerke zaubern. Nebenbei ist ein Steingarten – im Gegensatz zum Schottergarten – auch ökologisch wertvoll und man tut damit der Umwelt etwas Gutes.

steingarten

Das sind Gründe genug, um im eigenen Garten (oder als Mini-Variante am Balkon) einen Steingarten anzulegen. In unserem Ratgeber erklären wir, was für die Planung des Steingartens wichtig ist. Mit unserer 9-Schritte-Anleitung kann jeder kinderleicht seinen eigenen Steingarten schaffen.

Worauf man beim Planen, Anlegen und Pflegen des Steingartens achten sollte? Mit einem Klick auf das Symbol gelangt man direkt zu unseren Anleitungen und Checklisten.

steingarten planen

steingarten anlegen

steingarten pflegen

Steingarten planen – Skizze erstellen & Pflanzen auswählen

Wem in Sachen Gartengestaltung das Anlegen eines Steingartens vorschwebt, der muss das Vorhaben vorab gut planen. Das hilft später nicht nur in der Praxis, wenn es um das Bepflanzen des Steingartens geht. Sondern gleichzeitig weiß man, welche Materialien benötigt werden und wie viel Zeit das Anlegen in Anspruch nehmen wird.

Die beste Jahreszeit, um den Steingarten anzulegen, ist der Frühling und Frühsommer. So können sich die neu gepflanzten Sträucher und Blumen gut verwurzeln.

In einem ersten Schritt überlegt man sich, wo im Garten der Steingarten angelegt werden soll. Es ist immer eine sonnige Fläche vorzuziehen, denn hier gedeihen die Pflanzen am besten und bekommen auch im Winter ein paar Sonnenstrahlen ab.

Unser Tipp: Der Süden des Gartens. 

Im Prinzip hat man für den Steingarten drei Möglichkeiten: Ein Steingarten in der Ebene, im Hang oder als Alpinum. Ist der Ort klar, wird eine Skizze erstellt, die in etwa so aussehen kann:

 

verschiedene arten von steingärten

 

Der Steingarten in der Ebene oder auf einer flachen Böschung ist die einfachste Variante, bei der in der Praxis nicht viel schiefgehen kann. Man muss lediglich darauf achten, dass keine Staunässe durch eine Grube entstehen kann.

Wer seinen Garten aus Stein lieber im Hang oder auf einer Anhöhe anlegt, der sollte wissen, dass in einem zu steilen Gefälle oder bei falscher Platzierung der Steine der Steingarten ins Rutschen kommen könnte. Ein Gefälle von 10 % gilt deshalb als ideal. Außerdem muss beim Anlegen darauf geachtet werden, dass die großen Steine unten platziert werden, sodass sie den kleineren Steinen halt geben. Mehr dazu weiter unten im Praxisteil des Ratgebers.

Als Alpinum bezeichnet man einen Steingarten mit hügeliger Landschaft und Pflanzen und Steinen aus dem alpinen Raum. Das ist sozusagen eine Sonderform des Steingartens. Neben einer hügeligen Struktur, die an eine Bergkette erinnert, wird der Fokus auf Gebirgspflanzen und alpine Steine gelegt.

Wenn eine erste Skizze erstellt wurde, sollte man sich Gedanken über die Steine und Pflanzen machen. Hierzu muss man eines wissen: Steine sowie passende Pflanzen müssen nicht nur optisch zusammenpassen, sondern sich auch vertragen.

Steingarten: Ideen für Steine

Der nächste Schritt im Planungsprozess ist den Steinen gewidmet, sie sind sozusagen das Herzstück des Steingartens und bestimmen seine Optik maßgeblich. Wichtig bei der Auswahl von passenden Steinen sind folgende Punkte:

  1. Die Steine müssen unbedingt witterungsbeständig sein und Steine und Pflanzen müssen zusammenpassen. Das heißt, dass kalkhaltiges Gestein nur mit kalktoleranten Pflanzen kombiniert werden darf. Ansonsten läuft man Gefahr, dass die Pflanzen nicht gedeihen oder absterben.

 

Kalkgesteine

Silikatgesteine (kalkarmes Gestein)

Tuffstein, Travetin und Kalkplatten

Sandstein, Basalt, Granit und Porphyr

 

  1. Weitere beliebte Steine für den Steingarten sind Schiefer, Naturgranit, Sandstein, Alpendolomit, Quarzit und Gneis. So testet man den Kalkgehalt: Ein paar Tropfen Essig auf den Stein träufeln. Wenn es schäumt, dann ist im Stein Kalk enthalten.
  2. Wem die ökologische Komponente wichtig ist, der kann auch einfach Steine wählen, die in dieser Gegend ganz natürlich vorkommen.
  3. Steine werden immer als erstes gelegt. Erst, wenn diese an Ort und Stelle liegen, wird der Steingarten erst bepflanzt.
  4. Für den Steingarten werden größere und kleinere Steine benötigt. Die größeren Steine sind später gut sichtbar und sollten deshalb zur gleichen Gesteinsart gehören. So wirkt der Steingarten später nicht zu unruhig.

Steingarten-Idee mit Feldsteinen: Feldsteine sind beliebte Natursteine, weil diese schöne Abrundungen haben und zudem ohne jegliche Kosten – am nahegelegenen Feld oder Fluss – besorgt werden können. Mit ihnen lassen sich im Steingarten schöne Umrandungen anlegen, z. B. von größeren Sträuchern oder einer kleineren „Stein-Straße“.

Pflanzen für den Steingarten

Wenn man sich für Steine entschlossen hat, dann kann im nächsten Schritt die Entscheidung über die passenden Pflanzen getroffen werden. Wie schon erwähnt, ist es wichtig zu wissen, ob die Steine kalkhaltig oder kalkarm sind. Abhängig davon werden dann die Pflanzen ausgewählt. Man hat folgende Möglichkeiten:

 

Pflanzen für kalkhaltige Steine:

Pflanzen für kalkarme Steine und Silikatsteine

Aloe Vera, Alpenveilchen, Blaukissen, Blauschwingel, Dachwurz, Duftsteinrich, Edelweiß, Enzian, Glockenblümchen, Grasnelke, Honiglauch, Kriechwacholder, Küchenschelle, Polsterthymian, Safrankrokus, Schleifenblume, Schlüsselblume, Steinkraut, Thymian, Veilchen, Wollziest, Zwergglockenblumen, Zwergkiefer, Zypressen-Wolfsmilch

Fetthenne, Polsterphlox, Schopflavendel, Sicheltanne, Teppichphlox

 

steingarten anlegen checkliste

Welche Pflanzen fürs Alpinum? Pflanzen und Steine aus alpinen Gebieten. So muss man sich dann auch keine Sorgen um die Verträglichkeit untereinander machen. Pflanzen, die im alpinen Raum vorkommen, sind beispielsweise Edelweiß, Nelke, Steinkraut und Glockenblume.

Nach der Planung folgt noch die Fahrt in den Baumarkt und in die Gärtnerei. Dort bekommt man alles, was man für das Anlegen des Steingartens braucht. Wir haben eine Checkliste zusammengestellt, die alle Materialien für den Steingarten auflistet.

Steingarten anlegen – in 9 Schritten zum perfekten Steingarten

Nun befinden wir uns im praktischen Teil unseres Ratgebers – also raus in den Garten und ran an die Schaufel. Mit Hilfe unserer Anleitung gelingt das Anlegen und Bepflanzen des Steingartens garantiert. Wer es noch genauer wissen will, der kann sich unterhalb der nachfolgenden Grafik alle Details zu jedem einzelnen Schritt durchlesen.

 

steingarten anlegen in 9 schritten

Grafik anklicken [pdf.]

 

Nun sehen wir uns jeden Schritt noch etwas genauer an. Beim Anlegen des Steingartens gibt es nämlich einige Punkte, die unbedingt beachtet werden sollten:

boden ausheben für den steingarten

Schritt 1: Boden ausheben

Auf der gesamten Steingartenfläche, die sich idealerweise im Süden des Gartens befindet, wird der Boden ca. 30 Zentimeter tief ausgehoben. Wenn man will, kann man auch ein Gehänge einarbeiten. Das bedeutet, dass eine Stelle einfach ein wenig tief ausgehoben wird.

unkraut aus steingarten entfernen

Schritt 2: Unkraut und Wurzeln entfernen

In der ausgehobenen Fläche und angrenzend daran könnte Unkraut zu finden sein. Auch Wurzeln von naheliegenden Pflanzen könnten nun sichtbar sein. Beides nun mit einer Hacke vorsichtig entfernen

volierendraht im steingarten auslegen

Schritt 3: Volierendraht auslegen, um Staunässe zu verhindern

Es kann statt dem Volierendraht auch ein Kaninchendraht oder Wühlmausdraht verwendet werden. Der Hintergedanke in diesem Schritt ist, dass mit dieser zusätzlichen Schicht Staunässe vermieden wird und keine Mäuse den Boden umgraben.

Achtung beim Steingarten in der Ebene: Beim Steingarten ohne Hang ist die Gefahr größer, dass sich Staunässe bildet. Man sollte daher beim Anlegen ganz genau darauf achten, dass keine Grube zurückbleibt, in der sich Wasser sammeln könnte.

drainageschicht im steingarten anlegen

Schritt 4: Drainageschicht aus Kies, Sand und Erde hinzufügen

Nun folgt die sogenannte Drainageschicht. Regenwasser sickert durch diese locker gesetzte Schicht und gleichzeitig bleibt der Boden durch die unterschiedlichen Elemente gut durchlässig.

Auf den Volierendraht wird nun zuerst Kies, dann Sand und schließlich Erde gelegt. Es reicht eine normale Gartenerde. Die Schicht sollte ca. 10-20 Zentimeter dick sein. Die Fläche muss nicht komplett eben sein.

vlies im steingarten

Schritt 5: Vlies darüberlegen

Über der Drainageschicht wird nun ein Unkrautvlies ausgebreitet. Wichtig dabei ist, dass sich die einzelnen Endteile des Vlieses gut überlappen. Die Enden sollten sich ca. 10 Zentimeter überschneiden. Mit dem Vlies wird verhindert, dass sich Unkraut ausbreiten kann.

Achtung: Es sollte aus ökologischen Gründen darauf geachtet werden, dass ein Vlies und keine Folie verlegt wird. Eine Unkrautfolie würde verhindern, dass kleine Lebewesen in den Boden gelangen und Wasser hindurchsickert.

pflanzenerde für den steingarten

Schritt 6: Pflanzenerde

Nun wird noch einmal eine 20-30 Zentimeter dicke Schicht mit Pflanzenerde hinzugefügt. Wenn im Boden viel Lehm und Ton vorhanden ist, dann handelt es sich um einen sehr nährstoffreichen Boden für Pflanzen. Dies ist aber eher kontraproduktiv, da die Pflanzen dann vielleicht zu wuchern beginnen. Bei lehmigem Boden also unbedingt reichlich Sand in die Pflanzenerde einarbeiten.

steine anlegen im steingarten

Schritt 7: Steine auslegen

Spätestens jetzt ist es an der Zeit, die Skizze wieder bereitzuhalten. Dann hat man eine gute Orientierung, wohin Steine und Pflanzen kommen sollen.

Zuerst werden alle großen Steine gelegt, dann erst folgen die kleineren. Die großen Steine werden mit der größten Fläche nach unten in die Erde gesteckt, bis zu ca. einem Drittel. Die Hohlräume zwischen den Steinen können mit Sand oder noch kleineren Steinen (Kiesel) aufgefüllt werden. Je größer die Hangneigung ist, desto tiefer sollten die großen Steine in der Erde versenkt werden. So kann ein Rutschen des Hangs verhindert werden.

Achtung: Wenn der Steingarten im Hang angelegt wurde, dann sollten Sie darauf achten, dass mit den großen Steinen Stufen angelegt werden. Nur so kann man ein Abrutschen verhindern.

dekoelemente für den steingarten

Schritt 8: Steingarten gestalten mit Deko- und Gartenelementen

Bevor man mit der Bepflanzung beginnt, sollten nun die größeren Dekoelemente hinzugefügt werden. Garten-Lounge Einzelteile oder ein schöner Rattansessel, der zum Sonnen einlädt, verleihen dem Steingarten ein wenig Gemütlichkeit. Steinfiguren, eine schöne Laterne und ähnliche Deko-Artikel sorgen für einen optischen Blickfang.

steingarten bepflanzen

Schritt 9: Steingarten bepflanzen und alles angießen

Last but not least kommen die grünen Einzelstücke hinzu. Diese werden über den Steingarten verteilt gesetzt. Abschließend werden die Pflanzen noch angegossen.

In Sachen Gießen gilt: Lieber weniger als zu viel.

Leserfrage: Ist der Steingarten nachhaltiger als ein Schottergarten?

Vielleicht haben einige Leser bereits einmal davon gehört, dass ein Schottergarten alles andere als nachhaltig ist und das Anlegen von einigen Gemeinden im DACH-Raum sogar verboten wurde. Eines vorweg: Ein Steingarten ist nicht mit einem Schottergarten zu vergleichen und Steingärten sind weiterhin überall erlaubt.

Mit dem Steingarten tut man sogar der Umwelt etwas Gutes, denn er gilt als ökologisch wertvoll und nachhaltig. Hier die Vorteile des Steingartens zusammengefasst:

  • Ökologischer Mehrwert: Das Setzen von neuen Pflanzen wirkt sich positiv auf das Klima aus.
  • Neues zu Hause für Tiere: Ritzen und Fugen zwischen den Steinen bieten Unterschlupf für Insekten und Eidechsen. Im Sommer kann ein mit Wasser befüllter Untersetzer als Tränke für Bienen, Hummeln und Fliegen platziert werden.
  • Einfache Pflege: Es sind keine Hochdruckreiniger o. Ä. wie bei der Pflege von Schottergärten notwendig.
  • Nachhaltigkeit: Vor allem mit dem Setzen von heimischen Pflanzen und Steinen, wie beim Alpinum, schont man Ressourcen. Das Alpinum beherbergt heimische Pflanzen und Steine, die in der vorhandenen Fauna perfekt gedeihen können.
  • Gutes Mikroklima: Wenn verschiedene Pflanzenarten Einzug in den Steingarten halten, schafft man ein gutes Mikroklima und verbessert damit das Stadtklima gleich mit. Denn durch die Pflanzen kann die Umgebungsluft auch nachts gut abkühlen, was vor allem in großen Städten wichtig ist.
  • Ressourcen werden gespart: Die Steine können aus der eigenen Klimazone kommen, um z. B. Transportkosten zu sparen. Von einem nahegelegenen Steinbruch oder entlang von Flüssen können Steine sogar selbst geholt werden.

Kann man einen Schottergarten in einen Steingarten umwandeln? Man hat in einem Schottergarten die Möglichkeit, im Nachhinein Steingartenpflanzen zu setzen. Es eignet sich beispielsweise die Fetthenne oder das Alpenveilchen. Mit dem Hinzufügen von etwas Bio-Erde schafft man einen nährstoffreichen Boden für die neuen Pflänzchen.

nachhaltiger steingarten

Steingarten pflegen – so bleibt er das ganze Jahr über schön!

Abschließend möchten wir noch darauf eingehen, wie die richtige Pflege von Steingärten aussieht. Wie bereits erwähnt, die Pflege eines Steingartens ist bei weitem nicht so aufwendig wie die von Schottergärten.

Während letztere gerne von Moos und Algen befallen werden und für die Pflege deshalb Hochdruckreiniger und andere Geräte notwendig sind, verläuft der Befall von Moos beim Steingarten, wenn überhaupt, sehr langsam. Es sollte auf eine ganzjährige Pflege des Steingartens geachtet werden, diese ist aber nicht sehr zeitintensiv:

Pflege-Tipps für das ganze Jahr:

  • Den Steingarten eher trockener halten als ein Blumenbeet
  • Regelmäßig Moos und Unkraut entfernen

Pflege-Tipps nach Jahreszeiten:

  • Frühling: Abgestorbene Pflanzen entfernen, Ziergräser zurückschneiden, Boden gründlich wässern, eventuell mit etwas Kompost düngen, um- und neupflanzen
  • Sommer: ggf. Schnecken und Blattläuse bekämpfen, Austrocknung des Steingartens vermeiden
  • Herbst: neue Polsterpflanzen und Zwiebelgewächse für den nächsten Frühling setzen, Laub entfernen
  • Winter: empfindliche Exoten gut vor Frost schützen oder sogar im Topf überwintern, immergrüne Pflanzen mit Falllaub leicht abdecken, Schnee darf liegenbleiben, er bildet einen natürlichen Schutz

Wie man den Rest des Gartens richtig pflegt, lesen Sie in unserem Saisonenkalender.

Fazit: Steingarten – klein oder groß – immer ein Blickfang

Wer nach Ideen für den perfekten Steingarten gesucht hat, ist auf unserer Seite hoffentlich fündig geworden. In Sachen Gartengestaltung ist mit einem Steingarten beinahe alles erlaubt, vorausgesetzt es gefällt und die gewählten Steine vertragen sich mit den ausgesuchten Pflanzen. Achtet man nach dem Anlegen des Steingartens das ganze Jahr über auf die richtige Pflege, dann wird man noch ganz lange große Freude mit dem Steingarten haben und tut zudem etwas Gutes für die Umwelt.

Wenn jemand unsere Anleitung für das Anlegen eines Steingartens verwendet hat, dann freuen wir uns über Feedback in den Kommentaren. :)

Die Infografik und die einzelnen Grafiken dürfen gerne verwendet und geteilt werden. Bitte nennen Sie als Quelle diesen Beitrag oder viplounge.ch.

Bilder: 
© K.-U. Häßler – stock.adobe.com

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